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Maßnahmenpaket zur Prävention sexualisierter Gewalt und zum besonderen Schutz von Kindern und Jugendlichen im Landessportverband Schleswig-Holstein e.V.

- beschlossen durch LSV-Vorstand am 7.11.2011 -

1. Handlungsfeld: Sensibilisierung

Kernelement der Strategie zur Prävention ist die Sensibilisierung der Beteiligten und die Thematisierung mit geeigneten Methoden. Daher sind zur Einführung und Begleitung für alle ehren- und hauptamtlichen MitarbeiterInnen des LSV folgende Angebote vorgesehen:

  • Auftakt-Informationsveranstaltungen für ehren- und hauptamtliche MitarbeiterInnen (Anfang 2012)
  • Regelmäßige Informationsveranstaltungen als „Update“ bzw. als Erstinformation
    für neue MitarbeiterInnen
  • Thematisierung im Auswahlverfahren von MitarbeiterInnen
  • Aushändigung der Leitlinien und der Präventionsbroschüre bei Aufnahme der Tätigkeit
  • Regelmäßige Fortbildungsangebote im Programm von Bildungswerk und sjsh
  • Vertrauliche Einzelberatung durch zentrale Ansprechpersonen bei Bedarf

2. Handlungsfeld: Unterzeichnung Ehrenkodex

Bei der Unterzeichnung des Ehrenkodex muss zwischen den unterschiedlichen ehren- und hauptamtlichen Personengruppen und deren direktem Kontakt zu Kindern und Jugendlichen bzw. deren Vorbildfunktion für MitarbeiterInnen im Kinder- und Jugendsport unterschieden werden. Daher sind drei verschiedene Ansätze vorgesehen:

a) Landessportverband Schleswig-Holstein

Die Unterzeichnung des Ehrenkodex soll durch die folgenden Personengruppen erfolgen.

  1. Mitglieder des Vorstandes
  2. Ausschussmitglieder
  3. alle abhängig Beschäftigten
  4. ÜbungsleiterInnen und Honorarkräfte im Auftrag des LSV
  5. ReferentInnen in der Aus- und Fortbildung von ÜbungsleiterInnen im Auftrag des LSV

Für die weiteren, zahlreichen ehrenamtlichen HelferInnen außerhalb dieser Personenkreise ist die Unterzeichnung des Ehrenkodex nicht vorgesehen, aber gleichwohl erstrebenswert.

b) Geschäftsbereich Sportjugend

Aufgrund der besonderen Aufgabenstellung und der Vorbildfunktion als Jugendverband im Kinder- und Jugendsport ist die Unterzeichnung des Ehrenkodex verpflichtend für:

  1. alle Mitglieder des sjsh-Vorstandes und der ehrenamtlichen Projektgruppen
  2. alle abhängig Beschäftigten
  3. alle ÜbungsleiterInnen und Honorarkräfte im Auftrag der sjsh
  4. alle TeilnehmerInnen am Freiwilligen Sozialen Jahr und dem Bundesfreiwilligendienst im Sport

Für die weiteren, zahlreichen ehrenamtlichen Helfer außerhalb dieser Personenkreise ist die Unterzeichnung des Ehrenkodex nicht vorgeschrieben, aber gleichwohl erstrebenswert.

c) Landestrainer

In die Richtlinien für die Bezuschussung von Landestrainern wird die Unterzeichnung des Ehrenkodex verpflichtend aufgenommen. Hiervon bleibt die gesetzlich notwendige Vorlage eines erweiterten polizeilichen Führungszeugnisse gem. § 72 SGB VIII unberührt.

3. Handlungsfeld: Erweitertes Führungszeugnis

Großen Raum in der öffentlichen Diskussion um den Kinderschutz nehmen die Vor- und Nachteil der Vorlage eines erweiterten polizeilichen Führungszeugnisses für Haupt- und auch Ehrenamtliche ein. Seitens des organisierten Sports wird zu Recht immer wieder auf die geringe Aussagekraft, den Abschreckungseffekt auf potentielle Ehrenamtliche und den bürokratischen Aufwand hingewiesen. Gleichwohl kann die Vorlage von Führungszeugnissen ein sinnvoller Baustein in einem umfangreichen Präventionskonzept einer Organisation sein und garantieren, dass keine rechtskräftig verurteilten Täter in der dortigen Kinder- und Jugendarbeit tätig sind.

In Abwägung der Vor- und Nachteile wurde beschlossen, im ersten Schritt die regelmäßige Vorlage eines erweiterten Führungszeugnisses als Voraussetzung für die Einstellung und Tätigkeit im LSV auf einen ausgewählten Kreis von Personen zu beschränken. Diese sind in Schlüsselpositionen tätig und/oder haben fachlich bzw. organisatorisch direkten Kontakt mit Kindern und Jugendlichen.

  • Mitglieder der LSV-Geschäftsleitung
  • Hauptamtliche Fachkräfte der Kinder- und Jugendarbeit im Sport
  • Hauptamtliche MitarbeiterInnen im Sport- und Bildungszentrum Malente mit Betreuungsfunktionen für Kinder und Jugendliche sowie Personen mit Generalschlüsselgewalt
  • TeilnehmerInnen am Freiwilligen Sozialen Jahr / Bundesfreiwilligendienst im Sport

4. Handlungsfeld: Überprüfung von Satzung und Ordnungen

Die Formulierungen der LSV-Satzung und der Jugendordnung werden überprüft und ggfs. bezüglich Aufgaben, Struktur und Sanktionsmöglichkeiten ergänzt. In die Ausbildungsordnung sind Formulierungen für die Lizenzausgabe und den Lizenzentzug aufzunehmen.

5. Handlungsfeld: Lizenzvergabe durch LSV/sjsh

Kernelement des Beschlusses der DOSB-Mitgliederversammlung ist, die Ausgabe und Verlängerung von Lizenzen durch die Sportorganisationen an die Unterzeichnung des Ehrenkodex zu binden. Daher werden im LSV und der sjsh ab 1.1.2012 die ÜL-/JL-Lizenzen nur noch gegen Unterzeichung des Ehrenkodex ausgestellt bzw. verlängert.

Die Ausbildungsordnung ist mit entsprechenden Formulierungen anzupassen.

6. Handlungsfeld: Anpassung Ausbildungskonzeptionen

Gemäß Beschluss der DOSB-Mitgliederversammlung sind die Inhalte der Prävention sexualisierter Gewalt als verpflichtendes Thema in die Qualifizierungsmaßnahmen des LSV und auch der KSV aufzunehmen. Hierzu sind durch den zuständigen Fachausschuss, das Bildungswerk und die Sportjugend im Jahr 2012 die entsprechenden Angebote zu entwickeln.

Ansprechpartner

Für den organisierten Sport in Schleswig-Holstein haben der LSV und die Sportjugend zentrale Ansprechpartner benannt. Sie stehen für Beratungsgespräche gerne zur Verfügung und können bei Bedarf an geeignete Fachkräfte weitervermitteln.

Jakob Voß
Bildungsreferent
Tel. 0431-6486-152

Anne Kolling
Bildungsreferentin
Tel.: 0431-6486-252

Carsten Bauer
Geschäftsführer
Tel.: 0431-6486-121

Die Beratung erfolgt selbstverständlich vertraulich!


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