Erfahrungsberichte

Mein Freiwilligendienst: Charlotte Diekhöner, Special Olympics, Jahrgang 2017/2018

„Hey, ich bin Lotti, 19 Jahre alt und habe die letzten 12 Monate die Möglichkeit genutzt, einen Bundesfreiwilligendienst im Sport bei Special Olympics Kiel zu absolvieren. Special Olympics Deutschland ist die deutsche Organisation der weltweit größten, offiziell anerkannten Sportbewegung für Menschen mit geistiger und mehrfacher Behinderung. Als Bundesfreiwillige hatte ich die Chance, Teil des Organisationsteam für die Special Olympics Kiel 2018 zu sein, bei denen über 4.600 Athleten/ Athletinnen und Unified Partner in 19 Sportarten ihr Wettbewerbe bestritten haben. Durch den Bundesfreiwilligendienst im Sport habe ich sehr viel gelernt:

 

Die Organisation und Vorbereitungen der SO Kiel 2018 ist sehr vielfältig gewesen, sodass ich in unterschiedlichen Aufgabenbereichen mitwirken konnte und somit die Gelegenheit hatte, den Aufwand und das Ausmaß für eine so große Sportveranstaltung kennenzulernen. Die Organisation und Betreuung der Helfer für die Sportveranstaltung standen bei mir im Fokus, aber auch in den anderen Bereichen (Sport, Logistik etc.) konnte ich neue und interessante Erfahrungen sammeln. Fast alle Aufgaben waren neu und fordernd für mich, aber man wird nicht allein gelassen und hat immer Unterstützung, sodass man als Freiwilliger die Möglichkeit bekommt, sich persönlich weiterzuentwickeln und neue Einblicke zu erhalten.

Die Veranstaltungswoche selber war ein einmaliges Erlebnis und es war beeindruckend zu sehen, dass Sport die unterschiedlichsten Menschen zusammenbringen und verbinden kann.

Es war für mich eine sehr spannende und intensive Zeit, aus der ich viel für die Zukunft mitnehmen und an die ich mich immer wieder gern erinnern werde. Ich bin sehr dankbar für all die Einblicke und Erfahrungen, sowie für die vielen tollen Menschen, die ich während meines Freiwilligendienstes kennenlernen durfte. Die Gelegenheit für so eine große Organisation zu arbeiten und Ideen zu entwickeln und manchmal auch umsetzten zu können, hat sehr viel Spaß gemacht.

 

Aus diesem Grund war auch das Jahresprojekt ein Highlight für mich. Ich habe ein Projekt gemacht, bei dem ein Mensch mit einer Behinderung und ein Mensch ohne eine Behinderung ein Helferteam gebildet haben und zusammen die Veranstaltungswoche über gearbeitet haben. Die Organisation des Tandemprojektes war sehr zeitaufwendig und intensiv, aber es hat richtig Spaß gemacht. Vor allem war es erstaunlich und toll für mich zu sehen, wie groß das Interesse an diesem Projekt war, wie viele (junge) Menschen sich dafür begeistern konnten und wie viel Spaß die Tandems während den SO Kiel hatten.

Es war aber nicht nur die Zeit in der Einsatzstelle, die einem das Jahr über geprägt und viel Freude bereitet hat, sondern auch die Seminare (Einführungs- Zwischen- & Abschlussseminar, sowie viele kleine zwischendurch) haben jedes Mal ein weiteres Highlight des Jahres gebildet und waren eine tolle Abwechslung zum Alltag. Auf den Seminaren habe ich viele nette Freiwillige kennengelernt, habe neue Freundschaften geschlossen und mich viel sportlich betätigt. Die TeamerInnen haben sowohl die Sport- als auch Theorieeinheiten immer toll und jedes Mal anders gestaltet, sodass man richtig gute, interessante und lustige Tage erleben konnte, an die man sich immer gerne wieder zurückerinnert.

Ich bin super glücklich mit meiner Entscheidung, den Freiwilligendienst im Sport gemacht zu haben, weil ich auf ein Jahr voller neuer Erfahrungen zurück gucken kann und mich selber extrem entwickeln konnte und unglaublich viel gelernt habe. Ich habe viele tolle Erlebnisse sammeln können und wünsche jedem neuen Freiwilligen ein tolles und spannendes Jahr.“

Mein Frewilligendienst: Stefanie Lange, TSV Glinde, Jahrgang 2017/2018

Hey, ich bin Steffi, 20 Jahre alt und habe mein letztes Jahr beim TSV Glinde verbracht.Während meines Abiturs wusste ich noch nicht so recht, was ich im Anschluss machen sollte und habe mich so für das Freiwillige Soziale Jahr im Sport beworben.

 

Zu der Zeit habe ich das ganze eher praktisch gesehen, als Überbrückung und die Möglichkeit das Abi stressfrei – ohne die Sorge, sofort einen Plan für die Zukunft finden zu müssen – zu überstehen. Nachdem ich jetzt ein Jahr in meinem Verein gearbeitet habe, bin ich überzeugt, dass das FWD nicht nur als „Lückenfüller“ gedient, sondern vor allem zu meiner persönlichen Entwicklung beigetragen hat und mir viele Dinge verdeutlicht hat. Ein FWD´ler ist nicht nur eine billige Arbeitskraft, sondern eine Person, die vielen Leuten mit ihrer Arbeit eine Freude macht und in verschiedenen Bereichen eine große Hilfe ist. Ich habe während meines FSJ´s einen Großteil meiner Zeit in den Glinder Schulen verbracht und zum Teil die Nachmittagsbetreuung mit verschiedenen Sportangeboten gestaltet. Die Kinder können einem mehr als einmal den letzten Nerv rauben, zeigen sich trotz dessen immer dankbar und freuen sich jede Woche auf´s Neue – dieses Wissen ist es auf jeden Fall wert! Weiterhin habe ich Verwaltungstätigkeiten im Sportbüro erledigt, Erfahrungen im Fitnessstudio gesammelt und als Trainerin in meiner eigenen Sportart Volleyball arbeiten dürfen.

 

Neben den alltäglichen Aufgaben hat man als FWD´ler die Pflicht 25 Seminartage zu absolvieren, in meinen Augen sind diese jedoch nur bedingt verpflichtend – vielmehr handelt es sich dabei um Zeit, die man mit gleichgesinnten, sportbegeisterten Menschen verbringt. Die große Auswahl an Seminartagen macht es einem leicht, etwas Geeignetes zu finden. Sollten bestimmte Themenbereiche doch mal etwas trocken sein, haben unsere Teamer es immer geschafft mit viel Kreativität, den Spaß zu erhalten und uns somit abwechslungsreiche Tage bescheren können.

 

So ein Jahr als FSJ´ler hat seine Höhen und Tiefen, Kinder können wirklich anstrengend sein und auch das Falten von Flyern (typische Büroaufgabe) geht einem irgendwann auf den Keks – fasst man es aber zusammen, wird mir mein Soziales Jahr in sehr positiver Erinnerung bleiben. Meine Tätigkeiten haben mich in verschiedenen Weisen  geprägt und ich habe mir viele neue Fähigkeiten aneignen können oder bereits vorhandene verbessert. Strukturiertes Arbeiten, Selbständigkeit, Verantwortung, Aufgeschlossenheit, Durchsetzungs- und Einfühlungsvermögen – dies sind nur ein paar der Eigenschaften, die man als Übungsleiter benötigt und die einem am Ende des Jahres mit Sicherheit zur Verfügung stehen.

 

Mein Jahr beim TSV hat mir gezeigt, dass ich einen Beruf im Bereich des Sports mit großer Wahrscheinlichkeit zwar nicht antrete, meine Trainertätigkeiten aber erhalten werde. Und dies ist ebenfalls eine der wichtigen Erfahrungen, die ich gemacht habe, denn bevor ich das FSJ angetreten habe, war genau das eine meiner Überlegungen.

Mein Freiwilligendienst: Mara Streichert, Nordersteder SV, Jahrgang 2017/2018

"Schon bevor ich mein Abitur erfolgreich bestanden hatte, quälte mich lange die Frage, was ich nach der Schule mache. Weil ich eh schon zu spät war, um mich irgendwo um eine Ausbildung zu bewerben, entschied ich mich, ein freiwilliges soziales Jahr zu machen.  Doch eine Frage blieb immer noch: Wo? Nach langer Recherche, wo man überall ein Freiwilligendienst verrichten kann, kam ich auf den Norderstedter SV. Da ich schon seit ich klein bin, beim Norderstedter SV Mitglied bin und selber schon seit ca. 5 Jahren dort Reitunterricht gebe, wurde ich von allen herzlich aufgenommen und fühlte mich sofort wohl. Mein Einsatzbereich war am Anfang meines FSJ vor allem beim Kinderturnen, Ballspielgruppen und beim Einrad, da ich selber ungefähr 10 Jahre Einrad gefahren bin. Im Laufe meines Jahres habe ich dann ein paar Reitgruppen übernommen und das Kinderturnen und die Ballspielgruppen abgelegt bzw. an unseren Azubi übergeben.  Nun bin ich also nur noch im Reit- und Einradbereich tätig.

 

Durch meinen Freiwilligendienst habe ich viele neue Erfahrungen sammeln können und bekam erste Einblicke in das Berufsleben. Auch mein Jahresprojekt, eine Kindergartenolympiade zu veranstalten, steigerte meine persönlichen Kompetenzen und zeigte mir, wie viel Aufwand hinter so einem „kleinen“ Event steckt. Dieses habe ich zusammen mit Finn Schmetzer vom 1.SC Norderstedt zusammen geplant und durchgeführt. Circa 70 Kinder aus insgesamt vier verschiedenen Kindergärten waren erschienen und probierten jede Station mit großer Neugier aus. Der Hit für die Kids waren das Fußball spielen und unser Parkour-Lauf. Ein Kindergarten hatte sogar seinen eigenen Fanclub mit Megafon und Tröten dabei. Die Stimmung war klasse! Die Kinder hatten großen Spaß und wir hoffen, dass es auch nächstes Jahr wieder eine Kindergartenolympiade geben wird. Die dann hoffentlich genauso erfolgreich und spaßig wird wie dieses Jahr!

 

Auch die Seminare brachten jedes Mal sehr viel Spaß und man freute sich immer schon auf die bekannten Gesichter und fühlte sich jedes Mal in Malente fast wie zu Hause. Alles in allem war es ein wundervolles Jahr, voller neuer Menschen, Erfahrungen und Einblicke. Ich nehme viele schöne Erinnerungen und vor allem so viel positive Erlebnisse mit, sodass ich das letzte Jahr nur in guter Erinnerung behalten kann. Deshalb kann ich nur jedem empfehlen ein Freiwilligendienst im Sport zu machen."

Mein Freiwilligendienst: Anneke Müller, SV Eutin 08 Jahrgang, 2017/2018

„Mein FWD im Sport startete am 01.09.2017 bei der SV Eutin 08. Mein Einsatzgebiet war die Handballabteilung der HSG Holsteinische Schweiz. Ich bin 20 Jahre alt und ein FWD im Sport bot sich für mich an, da meine Ausbildung zur Industriekauffrau erst in diesem Jahr beginnt. Zu meinen Aufgaben gehörte es, die Trainer der Jugendmannschaften sowohl im Training, als auch im Spielbetrieb zu unterstützen sowie die Organisation von den Mini-Mix-Spieltagen und Turnieren. Auch die Außendarstellung und Öffentlichkeitsarbeit kam nicht zu kurz, durch z.B. Pflegen der Homepage/Facebookseite oder aktive Mitgliederwerbung durch das Organisieren von Grundschul- und Kindergartenaktionstagen.

 

Am meisten Spaß bereitete mir die Arbeit in den Mannschaften. Schon nach kurzer Zeit ist man ein Teil des Teams und es ist schön mit anzusehen, wie die Kinder und Jugendlichen erkennbare Fortschritte machen. Mein schönstes Erlebnis war die Teilnahme an der THW Schul- und Vereinstour. Wir bewarben uns mit einem Kurzvideo und gewannen ein Treffen mit dem THW Spieler Rene Toft Hansen, der uns einige Wochen später besuchte und mit uns einen schönen Handballnachmittag verbrachte, der alle Kinder dazu brachte bis über beide Ohren zu strahlen.

 

Neben der Arbeit im Verein war die Teilnahme an 25 Seminartagen verpflichtend. Das mag im ersten Moment etwas öde klingen, war es jedoch nicht. Ich erinnere mich noch gerne an das Einführungsseminar zurück. Erst war man noch etwas schüchtern, doch schnell fügte man sich zu einer 'großen Familie' zusammen. Wir verbrachten gemeinsam mit unseren Teamern tolle Momente, die wir niemals vergessen werden. Auf dem Abschlussseminar kam es dann zur Präsentation unserer Jahresprojekte. In meinem Jahresprojekt kümmerte ich mich um die Nachwuchsgewinnung der HSG und organisierte Grundschul- und Kindergartenaktionstage. Das Jahresprojekt war ein voller Erfolg und es fanden viele Kinder den Weg in die Halle - eine gute Nachricht: die Aktionstage werden fortgesetzt! Zusätzlich pflegte ich die Facebookseite des Vereins, schrieb Berichte über die Aktionstage, mein FWD und meine besuchten Seminare. Ich wollte den Abonnenten damit zeigen, dass ein FWD im Sport viel mehr ist, als den ganzen Tag nur in der Halle zu stehen...!“

Mein Freiwilligendienst: Benedict Klimmek, TuS Felde, Jahrgang 2016/ 2017

"Ich habe letztes Jahr im Sommer mein Abitur erfolgreich abgeschlossen. Danach kam die große Preisfrage, was mache ich nach der Schulzeit. Nach mehreren Überlegungen und Unterhaltungen mit meinen Freunden habe ich gemerkt, dass ein Freiwilligendienst im Sport genau das Richtige für mich ist.Ich spiele schon seitdem ich klein bin Fußball, das auch leistungsbezogen und über mehrere Jahre bei Holstein Kiel, wo ich sämtliche Altersklassen durchlaufen habe. Deshalb war mir klar, dass ich auch nach der Schule weiterhin etwas mit Sport machen möchte.

Für eine Ausbildung fühlte ich mich noch nicht bereit und ein Freiwilligendienst bietet eine super Eingewöhnung zum späteren Berufsleben.

Ich habe einen Freiwilligendienst mit Flüchtlingsbezug beim TuS Felde absolviert. Anfangs wusste ich gar nicht, was mich erwartet, im Nachhinein war es ein echter Glücksgriff. Schon in den ersten Monaten meiner Einsatzzeit habe ich mich persönlich sehr weiterentwickelt und neue Erfahrungen gemacht. Dadurch, dass ich auf fremde Menschen zugehen musste und diese noch nicht einmal die gleiche Sprache sprachen wie ich. Dies hat sich aber schon nach kurzer Zeit gelockert und man hat Vertrauen zueinander aufgebaut. Mein Aufgabenfeld bestand darin, am Vormittag beim ehrenamtlichen Deutschunterricht zu helfen, was mir große Freude bereitet hat. Zudem hatte ich nachmittags Sportangebote. Vor allem das G-Jugend Training hat mir super Spaß gemacht, da es sich dabei um mein Hobby Fußball drehte. Während meines BFD habe ich auch meine Trainer C-Lizenz im Fußball gemacht, damit kann ich jetzt schon in meinem jungen Alter Trainertätigkeiten übernehmen. Zu meinen Highlights zählten auch die Seminare in Malente (Einführungs-, Zwischen und Abschlussseminar), dort konnte man sich mit den anderen Freiwilligen über ihren Dienst austauschen und hatte auch so eine Menge Spaß, wofür auch die TeamerInnen verantwortlich waren.

Für diejenigen die noch keinen konkreten Plan nach der Schule haben, kann ich einen Freiwilligendienst nur empfehlen."

Mein Freiwilligendienst: Nele Mielke, SSV Nübbel, Jahrgang 2016/2017

„Ich bin Nele Mielke, 19 Jahre alt und trainiere nun schon seit elf Jahren Karate beim SSV Nübbel. Der Trainingsfleiß hat sich bezahlt gemacht und ich konnte in meiner sportlichen Karriere schon viele nationale und internationale Medaillen und Pokale mit nach Hause nehmen. Meine bisher größten sportlichen Erfolge waren der 1. Platz bei den U21 Deutschen Meisterschaften in der Klasse Damen -61 kg im Jahr 2015, sowie der Titel bei den Europameisterschaften der Stilrichtung Wadokai im Jahr 2016.

 

Als das Abitur im Sommer 2016 immer näher rückte, war ich zunächst unschlüssig, ob ich eine Ausbildung oder ein Studium beginnen möchte. Doch als ich erfuhr, dass mein Heimatverein, der SSV Nübbel einen Freiwilligendienst im Sport anbietet, stand fest, dass ich ein Jahr lang Erfahrungen in der Kinder- und Jugendarbeit im Sport sammeln und an neuen Aufgaben wachsen möchte.

 

In meiner Einsatzstelle bin ich nun, seit einem halben Jahr, vormittags im Kindergarten und in der Grundschule im sportlichen Bereich eingesetzt, nachmittags folgen vielseitige Aufgaben im Sportverein. Ein Highlight ist sicherlich die Kindergruppe im Karate, die ich bereits vor zwei Jahren übernommen habe und nun während meiner Arbeitszeit trainieren kann. Trotz der vielen Aufgaben kommt der eigene Sport nicht zu kurz, so dass ich neben der Arbeit weiterhin auf hohem Niveau kämpfen kann.“

Mein Freiwilligendienst: Laura Delfs, Pferdesportverband SH, Jahrgang 2015/2016

"Hey, ich bin Laura, 20 Jahre alt und habe letztes Jahr die Möglichkeit genutzt, einen Bundesfreiwilligendienst im Sport im Pferdesportverband Schleswig-Holstein zu absolvieren. Anfangs konnte ich mir nicht so richtig vorstellen, was mich genau erwarten wird, aber nachdem mein Jahr jetzt zu Ende ist, kann ich sagen, dass meine Erwartungen des FWDs weit übertroffen wurden.

 

Bereits zu Beginn meines Freiwilligendienstes standen einige Veranstaltungen auf dem Programm, wie zum Beispiel die Bundesjugendausschusssitzung in Rheinland-Pfalz, bei der ich mit einer Kollegin zusammen Schleswig-Holsteins Jugendarbeit vorstellte und vertrat. Die Jugendarbeit der verschieden Bundesländer im Vergleich zu sehen und überhaupt an dieser Sitzung teilnehmen zu dürfen, war für mich etwas Besonderes.

 

Darauf folgte bereits das erste Seminar der Sportjugend. Eine Woche lang jede Menge Spaß, interessante Lerneinheiten und so viele tolle Leute. Man lernt verschiedene neue Sportarten, gute SportlerInnen und einiges zum Sport im Allgemeinen kennen. Für mich ging es danach gleich weiter zum C-Trainer Seminar im Reiten-Leistungssport. Mit Pferd und allerhand Theoriebüchern gab es Unterricht in drei verschieden Disziplinen und dank der guten Vorbereitung während des Lehrgangs bestand ich meine Prüfungen und übertraf unerwartet den bundesweiten Durchschnitt. Dafür wurde ich später mit der Lütke-Westhues Auszeichnung geehrt.

 

Mit dem Beginn des neuen Jahres standen drei weitere Großveranstaltungen des Pferdesportverbandes an. Der traditionelle Reiterball in Neumünster mit ca. 5000 Gästen, der Messestand auf der „Hansepferd“ in Hamburg sowie der Landesjugendtag. Bei der „Hansepferd“ gestaltete ich die Aktionsfläche für die jungen MessebesucherInnen. Ein Pferdequiz angelehnt an das Konzept der Sendung „eins, zwei oder drei“ war mein Mitmachprogramm für die Kinder, die viel Freude daran fanden. Es gab je drei verschiedene Antwortmöglichkeiten, die in Form von Fotos  an Lampen befestigt waren. Zur Auflösung der Frage hieß es jedes Mal: 'ob ihr wirklich richtig steht, seht ihr wenn das Licht an geht!' Beim Landesjugendtag gab es einen Workshoptag, mit dem Ziel, Jugendliche in die allgemeine Jugendarbeit im Verein mehr einzubinden und zu motivieren, sich zu engagieren. Ungefähr 70 TeilnehmerInnen und acht verschiedene Workshops umfassten die Veranstaltung.

 

Der Höhepunkt meines Jahres war allerdings mein Jahresprojekt: 'Zehnkampf-Spaß im Team'. Der Grundgedanke dabei war, für einen vielseitigen Mehrkampf ein Wochenende bestehend aus  fünf Disziplinen mit Pferd und fünf ohne Pferd zu entwickeln. Außerdem wollte ich unbedingt den Mannschaftssport fördern und richtete deshalb alle Wettbewerbe so aus, dass diese als Team absolviert werden mussten. Insgesamt kamen zwölf Mannschaften, wobei eine Mannschaft aus 4 TeilnehmerInnen (teilnahmeberechtigt waren alle JuniorInnen aus Schleswig-Holstein) bestanden. Da es zuvor noch keinen Zehnkampf dieser Art und Weise gab, musste ich alles genauestens planen. Zu den Disziplinen mit Pferd zählten: Jump and Drive, Mannschaftsdressur im Kostüm, Ringreiten, ein Geschicklichkeitsparcours und ein Spiel namens Hufeisen werfen. Zu den Disziplinen ohne Pferd zählten 2000m Crosslauf, Steckenpferdpolo, Voltigieren auf einem Holzpferd, ein Quiz und Mounted Games auf Fahrrädern. Erfreulicherweise stieß das Konzept des Zehnkampfs auf großen Zuspruch und alle Startplätze waren schnell vergeben. Mit 48 TeilnehmerInnen und zehn Disziplinen, bei denen jeder an jeder teilnimmt, war es insgesamt ein großer Wettkampf, doch dank all die tollen HelferInnen, die mich super unterstützt haben, war auch das kein Problem.

 

Als die TeilnehmerInnen Samstagmorgen anreisten, schien die Sonne, alles war soweit vorbereitet und auch die Fanclubs waren bereit. Denn als Zusatzwettbewerb hatte ich eine besondere Auszeichnung für den besten Fanclub ausgeschrieben. Dieser Titel wurde von den motivierten Eltern, Freunden und ZuschauerInnen hart umkämpft. Von Trommelwirbel über Rasseln, Megafon, Plakate bis zu Kostümen war alles an Equipment dabei. Alle TeilnehmerInnen waren motiviert und mit Spaß dabei. Mit den selbstkreierten  Teamshirts war jedes Team eindeutig zu erkennen. Nicht nur bei den Teamoutfits bewiesen die TeilnehmerInnen Kreativität und großen Aufwand, sondern auch besonders bei der Choreografie des Voltigierens, den Kostümen und den Schlachtrufen. Mit immer näher rückender Siegerehrung fiel für mich die Anspannung, allerdings nicht bei den TeilnehmerInnen. Ich war super glücklich, wie alles verlaufen ist und so vielen Mannschaften meine Idee vom Zehnkampf gefallen hat.

 

Dann kam schon das Abschlussseminar der Sportjugend, noch einmal das ganze Jahr Revue passieren lassen. Mir haben die Seminare mit der Sportjugend so viel Spaß gemacht und man konnte viel neues Wissen mitnehmen. Die Chance in einer Organisation zu arbeiten und schon Erfahrungen im Berufsleben sammeln zu können, ist so wertvoll und lohnenswert, die Möglichkeit eigene Projekte auf die Beine zu stellen oder die vielen Leute , die ich dadurch kennen gelernt habe. Für all diese Dinge bin ich so dankbar und sehr froh, mich für ein Bundesfreiwilligendienst im Sport entschieden zu haben."

Dr. Kristina Exner-Carl
Projektleiterin und Bildungsreferentin
Tel.: 0431 6486-198

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